NDW Strategietreffen am 21. November 2015 in Bremen

Am vergangenen Wochenende (20./21.11.2015) gab die Baumwollbörse der Freien und Hansestadt Bremen auch symbolisch den passenden Hintergrund für das erste Strategietreffen der im NETZWERK DEUTSCHE WASSERWEGE (NDW) zusammengeschlossenen touristisch bedeutsamen Wasserreviere Deutschlands.

Deutschland verfügt über das größte Binnenwasserwegenetz und damit Wassersportrevier Europas. Für den zunehmenden Bootstourismus aus Polen im Osten sowie den Benelux-Staaten und Frankreich im Westen bieten diese Binnenwasserwege neue Möglichkeiten für die wirtschaftliche Erschließung kulturell, historisch und touristisch bedeutsamer Wasserreviere. Die geplante Sperrung einzelner Schleusen und die damit einhergehende Ungewissheit für eine wirtschaftliche Entwicklung entlang der betroffenen Wasserwege hat erhebliche Auswirkungen auf die Bereitschaft von Unternehmern, in die touristische Wertschöpfungskette zu investieren (z.B. Touristik-Angebote im Bereich von Bootscharter, Fahrgastschifffahrt, Übernachtungen und Gastronomie).

Das NETZWERK DEUTSCHE WASSERWEGE wendet sich mit aller Entschlossenheit gegen die Aufgabe der touristischen Binnenwasserwege durch das BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur).

Zugleich richten sich die Mitglieder des NETZWERK DEUTSCHE WASSERWEGE auch an die Entscheidungsträger auf kommunaler und Landesebene der fünf Reviere, denen das BMVI laut Bundeshaushaltsplan 2015 die Übernahme in eine kommunale Trägerschaft anbietet. In der Übernahme durch die einzelnen Regionen sehen die Mitglieder des NDW die Chance für neue Nutzungen und besucherfreundlichere Angebote.

Längere Schleusenzeiten, kommerzielle Entwicklung und damit verbunden auch eine wirtschaftliche Wertschöpfung - nicht nur im Bereich Tourismus – sowie die Einbindung des Ehrenamts nach dem Vorbild Englands wären endlich auch in Deutschland möglich.

Gegenstand des NDW-Treffens in Bremen waren ferner die Weiterentwicklung der Inhalte der so genannten „Eberswalder Erklärung“, die Aufnahme neuer Mitglieder, die Schärfung der Arbeitsinhalte und Zukunftsperspektiven, die gemeinsame Planung weiterer Lobby-Maßnahmen gegenüber dem Bund sowie die Unterstützung der Anliegen einzelner Reviere gegenüber den Entscheidungsträgern auf kommunaler und Landesebene durch die Gesamtheit des Netzwerks.