Hoffnung für bedrohte Wasserwege

Mehr als 60 Teilnehmer aus zwölf Regionen Deutschlands kamen am 09. Februar 2015 in Eberswalde (Landkreis Barnim) zusammen um im Symposium "Bedrohte Wasserwege" über den Erhalt ihrer Wasserwege zu diskutieren und einen Forderungskatalog an die Politik zu formulieren. Mit dabei waren Landräte von Celle und Lüneburg (beide Niedersachsen) sowie des Rhein-Lahn-Kreises, aber auch Verantwortliche der Generaldirektionen aus der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Koblenz, Würzburg sowie Magdeburg und Vertreter von Bürgerinitiativen und Vereinen.

„Die wichtigste Erkenntnis war, dass jeder für sich in den entlegensten Winkeln Deutschlands für dasselbe kämpft. Wir haben erfahren, dass der Wassertourismus bei den Organisationen, die die Wasserstraßen verwalten, überhaupt keine Rolle spielt. Die sprechen von Güterverkehr und Tonnage und wir sprechen von Tourismusgeldern, die in die Region fl ießen könnten, wenn man nur die Wasserwege entsprechend aufbereiten und anbieten würde“, resümierte Prof. Hartmut Ginnow-Merkert, Vorsitzender der Initiative Unser Finowkanal, die das Symposium organisiert hatte.

Als ersten Schritt wurde vereinbart, dass die die Teilnehmer des Symposiums eine "Eberswalder Erklärung" entwerfen und unterzeichnen. Diesen Forderungskatalog soll dann zusammen mit dem SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Zierke, Schirmherr der Veranstaltung, in Berlin Bundestagsabgeordneten übergeben werden. Die Erklärung soll sich an die Politik auf Bundes- und Länderebene richten und klare Forderungen zu verlässlichen Rahmenbedingungen, klare Regelungen zur Finanzierung durch den Bund und eine dem Frachtschiffverkehr gleichrangige Behandlung der sogenannten Nebenwasserstraßen enthalten.