Übergabe der "Eberswalder Erklärung" am 21. Mai 2015 um 11 Uhr in Berlin

Handover of the "Eberswalder Declaration" on 21st May 2015 at 11am in Berlin

Das aus dem Eberwalder Symposium "Bedrohte Wasserwege" am 09. Februar 2015 entstandene NETZWERK DEUTSCHE WASSERWEGE übergibt am Donnerstag, 21. Mai 2015 um 11 Uhr vor dem Reichstagsgebäude (Nord) die "Eberswalder Erklärung" an Mitglieder des Deutschen Bundestages.

Nachfolgend zusammengefasst die vier Kernforderungen der "Eberswalder Erklärung":

  1. Die Binnenwasserwege Deutschlands erhalten und für eine vielseitige Nutzung stärken.
  2. Identitätsstifende und integrierende Wirkung der Wasserwege anerkennen.
  3. Die volkswirtschaftliche Funktion der Wasserweg als gesamtgesellschaftliches Gut wahrnehmen.
  4. Ein klares Bekenntnis der Bundespolitik zum "Kernnetz der Nebenwasserstraßen“.

The NETWORK INLAND WATERWAYS GERMANY emerged at the Eberswalder symposium "Threatened Waterways" on 09th February 2015 will handover on Thursday 21st May 2015 at 11am in front of the Reichstags building (North) the "Eberswalder Declaration“ to members of the German parliament.

Hereinafter summarized the four key demands formulated in that declaration:

  1. Preserve the inland waterways of Germany and enhancing them for a multipurpose use.
  2. Respect the identity-buidling and integrating effect of these waterways.
  3. Consider the key economic funktion of these waterways as public concern of the whole society.
  4. A clear commitment of the federal policy for the "key network of the subsidiary inland waterways“.

Die Welt trifft sich auf der Welt-Kanal Konferenz in Gent (Belgien)

Die Welt-Kanal Konferenz (World Canals Conference) findet dieses Jahr am 06-10. September 2015 in der Stadt Gent (Belgien) statt. Hunderte von Experten, Wissenschaftler und Kanal-Enthusiasten aus der ganzen Welt werden in den vier Konferenztagen sich über Themen wie Erhalt von Kanälen und deren Einrichtungen/ Infrastrukturen, Revitalisierung von Kanalsystemen und deren Geschichte sowie Tourismus, Stadterneuerung, wirtschaftliche und umweltbezogene Entwicklungen austauschen.

Hoffnung für bedrohte Wasserwege

Mehr als 60 Teilnehmer aus zwölf Regionen Deutschlands kamen am 09. Februar 2015 in Eberswalde (Landkreis Barnim) zusammen um im Symposium "Bedrohte Wasserwege" über den Erhalt ihrer Wasserwege zu diskutieren und einen Forderungskatalog an die Politik zu formulieren. Mit dabei waren Landräte von Celle und Lüneburg (beide Niedersachsen) sowie des Rhein-Lahn-Kreises, aber auch Verantwortliche der Generaldirektionen aus der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Koblenz, Würzburg sowie Magdeburg und Vertreter von Bürgerinitiativen und Vereinen.

„Die wichtigste Erkenntnis war, dass jeder für sich in den entlegensten Winkeln Deutschlands für dasselbe kämpft. Wir haben erfahren, dass der Wassertourismus bei den Organisationen, die die Wasserstraßen verwalten, überhaupt keine Rolle spielt. Die sprechen von Güterverkehr und Tonnage und wir sprechen von Tourismusgeldern, die in die Region fl ießen könnten, wenn man nur die Wasserwege entsprechend aufbereiten und anbieten würde“, resümierte Prof. Hartmut Ginnow-Merkert, Vorsitzender der Initiative Unser Finowkanal, die das Symposium organisiert hatte.

Als ersten Schritt wurde vereinbart, dass die die Teilnehmer des Symposiums eine "Eberswalder Erklärung" entwerfen und unterzeichnen. Diesen Forderungskatalog soll dann zusammen mit dem SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Zierke, Schirmherr der Veranstaltung, in Berlin Bundestagsabgeordneten übergeben werden. Die Erklärung soll sich an die Politik auf Bundes- und Länderebene richten und klare Forderungen zu verlässlichen Rahmenbedingungen, klare Regelungen zur Finanzierung durch den Bund und eine dem Frachtschiffverkehr gleichrangige Behandlung der sogenannten Nebenwasserstraßen enthalten.